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Website Texte schneller schreiben: Mein Workflow zwischen Coaching und Kind (Update 2026)

Letzte Änderung

Ich schicke den Entwurf für den Website-Text meiner neuen Startseite an meine Schwiegermutter, bevor ich ihn selbst noch einmal gegenlese – aus reiner Verzweiflung, nicht aus Stolz. Ihre Antwort kommt keine zwei Minuten später: Sie fragt nicht nach, was ich mit "ganzheitlichem Ansatz" meine. Sie schreibt nur zurück, dass sie jetzt endlich versteht, was ich als Coach eigentlich mache – und ob sie sich für eine Atemsession anmelden kann. Kein Rückfragen. Kein höfliches "aha, interessant". Genau in diesem Moment wusste ich: Der Text stand.

Kurzer Einschub, bevor ich weiter aus dem Nähkästchen plaudere: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Klickst du drauf und kaufst etwas, bekomme ich eine kleine Provision – am Preis für dich ändert das nichts. Ich schreibe hier nur über Kurse und Tools, die ich selbst benutzt habe, um mein eigenes Website-Text-Chaos in den Griff zu bekommen.

Mein eigentliches Problem war nie die Arbeit mit meinen Klientinnen und Klienten. Mein Problem war die Website dazwischen – ein Problem, das wahrscheinlich jede Solopreneurin kennt, die ihre eigene Seite selbst texten will. Ich habe einen ziemlich teuren Online-Kurs gebucht, der sich fast ausschließlich mit Sales Pages für digitale Produkte beschäftigte – Formulierungen für Webinar-Funnels, die mit meiner Arbeit als Atemcoach ungefähr so viel zu tun hatten wie ein Kopfstand mit einem Steuerberatertermin. Kein einziger Satz für meine eigene Seite kam am Ende dabei heraus.

Warum die Zwei-Stunden-Regel bei mir nie funktioniert hat

Überall liest man denselben Rat: Setz dir Fokus-Blöcke, schreib zwei Stunden am Stück, schalte das Handy aus. Schöne Theorie. In meinem Alltag zwischen Coaching-Sessions und Schulweg gibt es diese zwei Stunden am Stück praktisch nie. Es gibt die zwanzig Minuten zwischen zwei Klientinnen, die kurze Ruhe, wenn mein Sohn ausnahmsweise allein spielt, und die späten Abende, an denen mein Kopf eigentlich schon im Standby-Modus ist.

Setze ich mich trotzdem hin und will "kreativ" sein, passiert meistens gar nichts. Stattdessen spüre ich dieses vertraute Ziehen im Zwerchfell – die reinste Ironie für jemanden, der andere in Atemtherapie unterrichtet und beim Formulieren einer einzigen Überschrift selbst die Luft anhält. Der Fokus-Block-Ansatz setzt voraus, dass dein Tag in großen, ungestörten Flächen daherkommt. Meiner tut das nicht, und wahrscheinlich deiner auch nicht.

Fokus-Block gegen Bruchstück-Workflow: zwei Wege durch denselben Tag

Der eine Weg: Du wartest auf den freien Nachmittag, setzt dich hin und schreibst am Stück durch. Klingt gut, funktioniert für Menschen mit planbaren Tagen – bei mir eher selten. Der andere Weg, der bei mir inzwischen tatsächlich trägt: Ich sammle über Tage verteilt in Bruchstücken, was später zusammen einen Text ergibt, statt auf das eine große Zeitfenster zu warten, das ohnehin nie kommt.

Das läuft bei mir so: Neue Idee, sofort als Stichpunkt ins Handy getippt, ganz ohne Anspruch auf Grammatik. Kein leeres Blatt mehr, weil ich mit Vorlagen arbeite – will ich zum Beispiel den Startseite Website Aufbau angehen, schaue ich vorher nach, welche Elemente überhaupt dorthin gehören, statt wild drauflos zu formulieren. Und wenn ich im Olympiapark spazieren gehe, spreche ich meine Gedanken einfach ins Handy, statt sie aufzuschreiben – das klingt hinterher viel natürlicher als das gestelzte Marketing-Deutsch, das ich früher benutzt habe.

Smartphone mit Sprachmemo-App für Website Texte im Bruchstück-Workflow einer Solopreneurin

Für das Nachschärfen nutze ich die WORTLIGA Textanalyse. Sie funktioniert wie eine strenge, aber wohlwollende Lektorin, die mir sagt: Mach den Satz kürzer. Genau das brauche ich, wenn ich mich mal wieder in Schachtelsätzen verheddere. Am Handwerk einer wirklich guten Überschrift ändert das Tool nichts – das lernt man nicht über Nacht, sondern nur durch enorm viel Ausprobieren. Wofür es aber zuverlässig taugt: Verständlichkeit. Ein Text, den niemand beim ersten Lesen entziffern muss, verkauft sich selbst, egal wie klug die Formulierung eigentlich gemeint war. Wenn dir deine eigenen Sätze zu langatmig vorkommen, schau dir meine Tipps zum Website Texte kürzen an.

Bruchstück-Workflow bedeutet aber auch: Du brauchst am Ende einen Moment, in dem alles zusammenläuft. Bei mir ist das meistens der Abend, wenn die Wohnung ruhig wird und ich an meinem Holzschreibtisch sitze, den ich von meiner Mutter übernommen habe – zwei Fenster zum Innenhof, der Monitorrand längst zugeklebt mit einem bunten Rand aus Klebezetteln, jeder ein abgebrochener Gedanke. Die Yogamatte liegt aufgerollt hinter dem Stuhl, für die Minuten, in denen ich kurz aufstehen muss, weil mir sonst der Kopf platzt.

Echt schlägt perfekt, aber nicht auf jeder Seite gleich

Mein erster Entwurf für die Startseite klang so: "Ich biete ganzheitliche Methoden für gestresste Individuen in der bayerischen Landeshauptstadt." Langweilig, und irgendwie unehrlich. So rede ich nicht mal mit meinem Steuerberater hier in München.

Die Über-mich-Seite brauchte eine andere Lösung als die Startseite: Dort half mir vor allem eine klare Struktur, bevor überhaupt etwas Persönliches lesbar wurde – ohne Gerüst verläuft man sich in der eigenen Geschichte. Beim Call-to-Action war es umgekehrt: "Jetzt buchen" blieb bei meinen Klientinnen wirkungslos, egal wie oft ich den Button verschoben habe, bis ich verstanden habe, dass die Formulierung selbst das Problem war, nicht die Platzierung. Und auf der Angebotsseite ging es wieder um etwas ganz anderes: Dort mussten Struktur und meine eigene Stimme gleichzeitig funktionieren, sonst klang ich entweder wie eine Preisliste oder wie eine völlig fremde Person.

Genau da liegt der eigentliche Unterschied zwischen "perfekt" und "echt": Perfekt befolgt eine Vorlage aus dem Lehrbuch. Echt bedeutet, dass du erst genau weißt, wen du eigentlich ansprichst, bevor du eine einzige Zeile schreibst – vage "gestresste Menschen" bringen vage Anfragen, konkrete Wunschkundinnen bringen konkrete Buchungen. Es bedeutet auch, Vorteile statt bloßer Merkmale zu beschreiben: nicht "vier Atemtechniken", sondern was sich für die Klientin danach verändert. Storytelling klingt nach großem Wort für etwas, das bei mir am Ende nur eine einzige Anekdote war, die hängen blieb, während der Rest der Seite verpuffte. Und die klassische PAS-Methode – Problem, Agitation, Solution – nutze ich längst nicht bei jedem Text, aber wenn eine Seite einfach nicht zünden will, hilft sie oft mehr als jede weitere Politur am Wortlaut.

In meinem Kopf schlich sich lange dieser Gedanke ein: Wenn ich einfach noch einmal die Wirkung der Bauchatmung beschreibe, merkt niemand, dass ich meine Preise noch nicht erwähnt habe. Ich hatte Angst, über Geld zu schreiben. Dabei wollen Kundinnen vor allem Klarheit – seit ich gelernt habe, Coaching Preise auf der Website so zu schreiben, dass es sich nicht unangenehm anfühlt, kommen deutlich passendere Anfragen rein. Ein, zwei echte Stimmen zufriedener Klientinnen auf der Seite haben dabei übrigens mehr bewirkt als jedes weitere Superlativ, das ich am Ende wieder gestrichen habe. Suchmaschinen-Grundlagen habe ich mir erst viel später angeeignet, und sie haben an meinem eigentlichen Schreibproblem gar nichts geändert – ein ehrlicher Text findet seine Leserinnen meistens auch so.

Durch einen strukturierten Kurs wie lexosophie habe ich verstanden, dass Klientinnen mich buchen, weil ich so bin, wie ich bin – nicht, weil ich die klügsten Adjektive verwende. Der Kurs half mir vor allem, den roten Faden zu finden, wenn ich vor lauter Alltag den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sah, und in den Feedback-Runden merkt man schnell, dass andere Solopreneurinnen mit denselben Ängsten kämpfen. Meine Freundin Katrin, Heilpraktikerin aus Augsburg, schickt mir manchmal ihre eigenen Entwürfe zum Gegenlesen – und bringt mich dabei jedes Mal zum Lachen, wie verkopft wir beide werden, sobald wir über uns selbst schreiben sollen.

Laptop mit Website-Text-Entwurf und Kinderzeichnung – Workflow einer Coaching-Solopreneurin mit Kind

Drei Etappen, ein Nachmittag: mein Ablauf in der Praxis

Eine komplette Seite schaffe ich heute in ungefähr drei Stunden, verteilt über den Tag statt in einem Rutsch. Vormittags, wenn mein Sohn in der Schule ist, kommt Etappe eins: Struktur festlegen und Rohfassung schreiben, meistens direkt aus meinen Sprachmemos in ein Dokument gekippt. Etappe zwei landet in einer Pause zwischen zwei Yoga-Sessions – ich lese den Text laut vor, und wo ich beim Sprechen stolpere, fliegt der Satz raus, ganz egal wie klug er auf dem Papier aussah. Etappe drei ist für den Abend reserviert: Feinschliff, Lesbarkeit prüfen, den Text in die Website einpflegen, wenn die Wohnung endlich ruhig ist.

Was dabei lange untergegangen ist: das Ende der Seite. Ich habe ewig ignoriert, was dort eigentlich steht, bis mir klar wurde, dass genau dort noch einmal Vertrauen aufgebaut oder verspielt wird. Falls du da auch noch eine Lücke hast, schau dir an, was in gute Website Footer Texte gehört.

Kurs oder Tool: welcher Weg passt zu deinem Alltag?

Ein Werkzeug wie WORTLIGA sagt dir, dass ein Satz zu lang ist. Es sagt dir nicht, was du stattdessen schreiben sollst, wenn dir die Worte für deine eigene Geschichte fehlen. Genau da liegt der Unterschied zu einem Kurs: Ein Textanalyse-Tool prüft, ein Kurs wie lexosophie gibt dir eine Struktur und echtes Feedback auf deine eigenen Texte, keine anonyme Theorie. Wenn dein Problem "meine Sätze sind zu kompliziert" heißt, reicht oft schon das Tool. Wenn dein Problem eher "ich weiß nicht, wo ich anfangen soll" heißt, bringt dich ein Werkzeug allein keinen Schritt weiter.

Und dann gibt es noch den dritten Weg, den viele in unserer Coaching-Facebook-Gruppe irgendwann ausprobieren: einen Texter beauftragen. Marion Schwarz, Yogalehrerin aus Düsseldorf und Teil derselben Gruppe, hat genau das getan – und war am Ende trotzdem unzufrieden, weil der fertige Text zwar rund klang, aber nicht nach ihr. Niemand kennt dein Business so gut wie du selbst, und kein Texter kann diesen Unterschied für dich herausfinden.

Mein Rat, ohne Umschweife: Nutze ein Tool wie WORTLIGA für den täglichen Feinschliff, wenn dir die Struktur schon klar ist. Nutze einen Kurs wie lexosophie, wenn du eher am Anfang stehst und dir System sowie ehrliches Feedback fehlen. Und wenn dein Kalender aussieht wie meiner – zwischen Kita-Abholung, Coaching-Terminen und einer Waschmaschine, die ausgerechnet jetzt ausläuft – dann brauchst du vor allem eines: einen Ablauf, der nicht zusammenbricht, sobald der Tag durcheinandergerät. Die Texte schreiben sich trotzdem nicht von allein. Aber sie müssen auch nicht heute Nacht perfekt werden. Hauptsache, die Seite steht.

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