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Zusammenarbeit auf Website beschreiben: Mit der WORTLIGA Klarheit schaffen

Meine erste Version der Seite „Zusammenarbeit" erklärte akribisch, wie eine Atemsitzung bei mir abläuft, Schritt für Schritt, fast wie eine Gebrauchsanweisung. Die Version, die heute dort steht, erklärt nur noch, wie du dich danach fühlst. Genau an diesem Unterschied hängt der größte Irrtum, den ich beim Website-Texte schreiben für mein Coaching-Business hatte: Ich dachte, wer als Solopreneurin online Vertrauen aufbauen will, muss den Ablauf der Zusammenarbeit möglichst genau beschreiben. Das Gegenteil ist der Fall.

Hinweis vorab, weil mir Transparenz wichtig ist: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Kaufst du über einen dieser Links, bekomme ich eine kleine Provision — am Preis für dich ändert sich dadurch nichts. Ich schreibe hier nur über Tools, die auf meiner eigenen Website-Baustelle wirklich im Einsatz waren, nicht über Dinge, die ich nur vom Hörensagen kenne. Meine vollständige Offenlegung findest du hier.

Der Irrtum: Wer die Zusammenarbeit erklärt, muss den Ablauf beschreiben

Die Idee klingt erstmal vernünftig: Erkläre genau, was in einer Sitzung passiert, dann wissen die Leute, worauf sie sich einlassen. Fast jeder Ratgeber für Coaching-Websites rät dazu. Bei mir stand dort lange ein Absatz über „die Synergie aus ganzheitlichen Atemtechniken und achtsamkeitsbasierten Yoga-Elementen", die angeblich in einem „gemeinsamen Prozess individuelle Lösungsansätze" erarbeitet. Ich habe den Satz selbst geschrieben und beim Lesen gedacht: Wer ist diese Frau überhaupt? Ich bin das jedenfalls nicht.

Jedes Mal, wenn ich Wörter wie „ganzheitlich" oder „Prozess" tippte, kam mir der Text vor wie aus einer Broschüre der Krankenkasse abgeschrieben. Trotzdem hielt ich lange daran fest — weil ich dachte, ausführlich sei automatisch gleich vertrauenswürdig.

WORTLIGA Textanalyse markiert Schachtelsätze und Passivkonstruktionen auf dem Laptop-Bildschirm beim Website-Texte schreiben

Was die WORTLIGA sichtbar macht, wenn du deinen Ablauf erklärst

Bevor ich die WORTLIGA Textanalyse gefunden habe, habe ich es anders versucht: Ich habe mir das Clustering-Buch von Gabriele Rico aus der Bibliothek geholt und drei Seiten mit Gedankenwolken vollgemalt — Kreise, Pfeile, Notizen kreuz und quer. Am Ende hatte ich ein sehr schönes Blatt Papier und keinen einzigen Satz für die Website.

Erst als ich meinen Text stattdessen in die WORTLIGA Textanalyse kopiert habe — ein Tool, das es nach eigenen Angaben seit 12 Jahren gibt, kein kurzlebiges Experiment —, wurde mir klar, woran es lag. Das Tool markierte Schachtelsatz für Schachtelsatz, Passivkonstruktion für Passivkonstruktion, rot, rot, rot. Ein Text über Pranayama darf gern kompliziert klingen, wenn er in einer Fachzeitschrift steht. Eine Website, auf der jemand nur wissen will, ob du ihr beim Einschlafen hilfst, verträgt das nicht.

Wenn dir das genauso geht wie mir, lohnt sich ein Blick darauf, wie man Coaching Methoden beschreiben kann, ohne dass am Ende jeder zweite Satz nach Fachjargon klingt.

Der Leseindex, den das Tool anzeigt, blieb bei mir tief im roten Bereich hängen — okay für einen Fachartikel, katastrophal für jemanden, der einfach nur Hilfe beim Entspannen sucht.

Ergebnis statt Ablauf: Die Regel, die wirklich funktioniert

Was mir die WORTLIGA eigentlich gezeigt hat, war nicht in erster Linie ein einzelner Nebensatz. Es war etwas Grundsätzlicheres: Ich beschrieb die ganze Zeit den Weg, nicht das Ziel. Wer bei mir bucht, will nicht wissen, dass wir erst reden, dann atmen, dann nachspüren. Wer bei mir bucht, will wissen, wie er sich hinterher fühlt.

Also strich ich das „gemeinsame Erarbeiten von Lösungsansätzen" komplett und schrieb stattdessen: Wir finden heraus, was dir hilft, damit du abends wieder ohne Grübeln einschläfst. Ein Satz, kein Prozessdiagramm. Ich beschreibe seitdem grundsätzlich lieber, was du davon hast, als aufzuzählen, was ich alles anbiete.

Falls du dich in Details verlierst, so wie ich es lange getan habe, hilft es oft, Website Entwürfe endlich fertigzustellen, indem du den Rotstift radikaler ansetzt, als du dir eigentlich zutraust.

Hände tippen den überarbeiteten Zusammenarbeit-Text der Coaching-Website, Notizbuch mit gestrichenen Sätzen daneben

Warum Fachbegriffe wie Synergie niemanden überzeugen

Diese Regel — Ergebnis vor Ablauf — gilt übrigens nicht nur für die Zusammenarbeits-Seite. Auf der Angebotsseite genauso: zuerst das Ergebnis, der Ablauf kommt erst danach, wenn überhaupt. Bei der Überschrift genauso — die wird meistens kürzer, sobald sie nicht mehr jedes Detail transportieren soll. Selbst dein Call-to-Action wirkt klarer, wenn er sagt, was als Nächstes passiert, statt nur „Jetzt anfragen" zu rufen. Und falls du dich fragst, ob du dabei deine eigene Stimme verlierst: Nein — du befreist sie nur von unnötigem Fachjargon.

Wie du deine Wunschkundinnen genau ansprichst, ist nochmal ein eigenes Thema, aber die Kürzung macht diesen Schritt spürbar leichter. Eine Kundenstimme wirkt außerdem überzeugender, wenn der Text drumherum nicht auch noch nach Werbung klingt. Und mit einer klassischen Problem-Agitate-Solution-Struktur wäre ich vermutlich nie so weit gekommen — die zieht einen fast automatisch zurück in lange Erklärungen.

Eine kurze persönliche Geschichte darf trotzdem rein. Sie ersetzt nur nicht die klare Aussage, was am Ende für dich dabei herauskommt. Wie du grundsätzlich verständlicher schreibst, ist wieder ein eigenes Thema für sich — hier ging es nur um eine einzige Seite. Welche Seiten deine Website überhaupt braucht, ist ebenfalls eine andere Frage. Und ja, das hier ist ohnehin ein Feinschliff-Thema, nicht die erste Rohfassung, die sowieso holprig sein darf.

So testest du, ob deine Website-Texte zur Zusammenarbeit wirklich verständlich sind

Ein Tool wie die WORTLIGA ersetzt trotzdem keinen Strategie-Kurs. Es sagt dir, was zu kompliziert klingt, aber nicht, was du stattdessen anbieten solltest. Für das große Ganze — von der Über-mich-Seite bis zur Frage, was du eigentlich verkaufst — hat mir ein strukturierter Kurs wie lexosophie mehr gebracht, weil dort jemand mein Angebot mitdenkt, statt nur meine Sätze zu zählen. Auch KI-Unterstützung habe ich kurz ausprobiert, um Ideen zu sortieren, bevor ich überhaupt zu schreiben anfange — ersetzt das Kürzen am Ende trotzdem nicht. Und ja, meine Über-mich-Seite hat von derselben Regel profitiert wie die Zusammenarbeits-Seite: weniger Werdegang, mehr davon, wie du dich bei mir fühlst. Nebenbei hat mir die Kürzung sogar bei den Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung geholfen, auch wenn das nochmal ein eigenes Thema ist.

Fertig überarbeitete Zusammenarbeit-Seite der Coaching-Website auf dem Laptop-Bildschirm

Die kurze Version: Was auf deine Zusammenarbeits-Seite gehört

Wenn du gerade vor deiner eigenen Zusammenarbeits-Seite sitzt und nicht weißt, wie viel Ablauf du erklären sollst — erklär weniger, als du denkst. Schreib auf, was sich für deine Kundinnen am Ende verändert hat, streich den Rest, und lies dir das Ergebnis laut vor.

Ich habe das neulich mit meiner eigenen Über-mich-Seite gemacht — laut, von der ersten bis zur letzten Zeile — und bin an keiner einzigen Stelle über einen schiefen Satz gestolpert. Das ist für mich mittlerweile der einzige Test, der zählt.

Schau nicht darauf, was andere in deiner Branche schreiben — die schreiben ohnehin oft voneinander ab und klingen deshalb alle gleich.

Willst du wissen, wo genau dein eigener Text zu kompliziert wird? Die WORTLIGA Textanalyse ist ein guter erster Schritt, um das schwarz auf weiß zu sehen. Vielleicht sehen wir uns ja mal beim Atmen. Bis dahin: kürzer ist meistens klarer, auch wenn sich das am Anfang falsch anfühlt.

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