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Call to Action Beispiele: Mehr Klicks auf deiner Coaching-Website

Ein Button mit der Aufschrift „Hier klicken" bringt in einem Coaching-Business praktisch nie eine Anfrage – das ist die nüchterne Wahrheit hinter den meisten Call-to-Action-Beispielen, die online kursieren. Wer seine Website-Texte selbst schreibt, kopiert diesen Satz trotzdem ständig, weil er überall auftaucht und harmlos klingt. Genau da liegt der Denkfehler: Ein CTA muss nicht neutral sein, er muss eine Handlung so leicht wie möglich machen.

Die verbreitete Annahme lautet: Je mehr Buttons, desto mehr Chancen, dass jemand klickt. Das Gegenteil stimmt. Pro Angebotsseite reicht ein einziger, klarer Call-to-Action – sobald zwei oder drei Buttons um Aufmerksamkeit konkurrieren, zögern Besucher und klicken am Ende auf gar keinen. Ich sehe das bei jeder Coaching-Website, die ich mir aus Neugier anschaue: „Jetzt buchen", „Newsletter abonnieren" und „Kostenlose Erstberatung" nebeneinander – und keiner der drei Buttons wird ernsthaft geklickt.

Der Mythos vom professionellen Call-to-Action

Professionell sollte es klingen, dachte ich am Anfang meines eigenen Website-Textens, und schrieb Sätze wie „Kontaktieren Sie mich für ein unverbindliches Erstgespräch". Kein Wunder, dass niemand darauf reagierte – der Satz passt zu einer Versicherung, nicht zu einer Yogalehrerin, die ihre Klientinnen barfuß begrüßt. Denselben Fehler mache ich übrigens nicht nur bei Buttons. Meine Über mich Seite hatte ich einmal komplett nach einer Pinterest-Vorlage für Lifestyle-Bloggerinnen umgeschrieben, mit den passenden Zwischenüberschriften und dem lockeren Ton, der dort überall funktioniert. Bei mir klang es wie eine fremde Person. Kein einziger Satz fühlte sich an, als hätte ich ihn geschrieben, und ich habe die Seite bald wieder verworfen.

Ein einzelner Call-to-Action bringt mehr Klicks

Sabine, meine Freundin und Steuerberaterin, liest fast jeden Entwurf gegen, bevor er online geht. Vor einiger Zeit hielt ich ihr einen CTA hin, der irgendetwas von „ganzheitlichem Angebot entdecken" faselte. Sie las den Satz zweimal, schaute mich an und sagte nur (ohne jede Poesie): „Das verstehe ich nicht, und ich bin nicht dumm." Genau solche Sätze meine ich, sie klingen wichtig, sagen aber nichts darüber, was als Nächstes passiert, wenn man klickt.

Wer unsicher ist, ob ein Satz zu kompliziert klingt, kann ihn laut vorlesen oder durch ein Tool zur Textklarheit schicken. Ich mache inzwischen beides bei jedem Button, weil man an einem eigenen Text schnell betriebsblind wird. Wichtig ist nur, dass man danach wieder in die eigene Sprache zurückübersetzt und nicht die Vorschläge eins zu eins übernimmt – sonst klingt der Satz zwar korrekt, aber nach niemandem. Es geht darum, Texte verständlich zu schreiben und dabei trotzdem nach dir zu klingen.

Ein Befehl schreckt ab, eine Einladung öffnet die Tür

Auf meiner Angebotsseite stand lange ein Satz, der zum sofortigen Buchen aufforderte, und das funktioniert bei einer so persönlichen, hochpreisigen Begleitung praktisch nie. Niemand entscheidet sich für eine mehrmonatige Zusammenarbeit direkt beim ersten Besuch der Seite, genauso wenig, wie man beim ersten Date schon über die Hochzeit spricht. Was tatsächlich funktioniert, ist der Umweg über eine kleinere, leichtere Entscheidung: Statt „Programm jetzt buchen" schreibe ich mittlerweile „Lass uns kurz telefonieren" oder „Erzähl mir, wo du gerade feststeckst". Der Druck ist raus. Niemand muss sich sofort festlegen, nur den ersten Schritt gehen.

Lies deinen Call-to-Action laut vor, bevor du ihn veröffentlichst

Der zuverlässigste Test, den ich kenne: laut vorlesen, und zwar so, als würdest du es einer Klientin gegenüber am Küchentisch sagen. Klingt der Satz seltsam in deinem eigenen Mund, klingt er auch auf dem Bildschirm seltsam. Ein Leser aus Stuttgart, Gregor, Physiotherapeut mit eigener Praxis, hat mir mal geschrieben, dass er seine Startseiten-Vorlage viermal angepasst hat, bis der Button nach ihm und nicht nach einer generischen Vorlage klang. Genau darum geht es – nicht um die perfekte Formel, sondern um den eigenen Tonfall, der bei einem CTA genauso wichtig ist wie bei jedem anderen Satz auf der Seite. Wer seine Zielgruppe genau vor Augen hat, merkt beim Vorlesen sofort, ob der Satz zu förmlich oder zu flapsig klingt.

Beispiele, die sich nach dir anfühlen

Ein neugieriger CTA fragt zum Beispiel „Wie läuft eine Session bei mir ab?" und verlinkt auf eine Erklärseite. Ein entlastender CTA sagt „Lass uns einmal in Ruhe durchatmen" und passt gut vor ein Erstgespräch. Ein konkreter CTA bietet etwas Greifbares an, etwa „Schick mir die Atemübung für zwischendurch", und eignet sich für ein Freebie oder den Newsletter. Wichtig ist bei allen dreien, dass der Button beschreibt, was als Nächstes passiert. „Absenden" fühlt sich an wie eine Steuererklärung, „Nachricht an mich schicken" wie ein Gespräch.

Drumherum spielt natürlich noch einiges mit: eine Überschrift, die schon vorher Interesse weckt, ein bisschen Storytelling, das zeigt, für wen die Seite gedacht ist, und im besten Fall eine kurze Kundenstimme, die dem Versprechen Gewicht gibt. Wie du deine Vorteile statt bloßer Merkmale beschreibst oder ob dich die richtige Zielgruppe überhaupt über die Suche findet, wirkt sich ebenfalls darauf aus, ob jemand den Button am Ende sieht. Manchmal hilft es außerdem, den ganzen Text nach der Problem-Agitation-Solution-Logik zu ordnen, bevor man sich um einzelne Sätze kümmert. All das ist eigene Arbeit für sich – hier soll es nur um den einen Satz gehen, auf den am Ende alles zuläuft.

Ob es wirklich nur am CTA lag oder an mehreren Änderungen gleichzeitig, lässt sich nie hundertprozentig trennen. Trotzdem: An einem gewöhnlichen Dienstagnachmittag trafen bei mir zweimal hintereinander Anfragen für ein Erstgespräch ein, beide über genau den Button, den ich vorher tagelang hin- und hergeschoben hatte, zwei E-Mails, die beide fast wortgleich mit „Ich wollte einfach mal fragen" begannen. Mehr Beweis brauche ich für die weiche Version nicht.

Bevor du den nächsten Button beschriftest, frag dich nicht, ob er professionell genug klingt. Frag dich, ob du den Satz laut zu einer Klientin sagen würdest, und lass pro Seite genau einen davon stehen, nicht drei, die um Aufmerksamkeit konkurrieren. Meine vierzehn Entwürfe für die nächste Newsletter-Überschrift liegen zwar immer noch offen in einem Google Doc, aber bei Buttons bin ich inzwischen kompromisslos: ein Satz, eine Handlung, keine Ausnahme.

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