
Der Kaffee neben meiner Tastatur ist längst kalt. Ich habe ihn trotzdem nicht weggestellt, weil ich seit einer Stunde denselben Satz auf meiner Website anstarre und nicht weiterkomme. Genau deshalb geht es in diesem Lexosophie Test nicht um Marketing-Theorie, sondern darum, wie eine Coachin ohne jede Schreiberfahrung Website-Texte schreiben lernt. Bevor es weitergeht, kurz die Offenlegung: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links, und wenn du darüber etwas kaufst, bekomme ich eine kleine Provision — für dich ändert sich am Preis nichts. Ich zeige dir hier nur die Solopreneur-Tools, die ich wirklich selbst benutzt habe: Lexosophie und WORTLIGA. Hier findest du meine vollständige Offenlegung.
Der Moment, in dem Mundpropaganda nicht mehr reichte
Sechs Jahre lang hat mein Yoga- und Atem-Coaching nur über Empfehlungen funktioniert — keine Website, keine Anzeigen, nur ein Name, der von Klientin zu Klientin weitergereicht wurde. Dann wollte eine Lokalzeitung über einen meiner Workshops schreiben und fragte nach einem Link für den Online-Artikel. Ich hatte keinen. Also baute ich an einem Wochenende irgendeine Seite auf Jimdo zusammen, und die Texte waren so hölzern, dass ich sie am liebsten sofort wieder offline genommen hätte.
Wochenlang saß ich danach nur an der Über-mich-Seite fest, vierzehn Entwürfe in einem Google Doc, keine einzige Zeile für einen Newsletter. Ein Texter hätte fast 1500 € gekostet — Geld, das ich lieber in Fortbildung gesteckt hätte. Also suchte ich nach einem Weg, authentische Website Texte zu schreiben, ohne wie jede zweite Coaching-Website zu klingen.

Vier Anläufe, die keinen Website-Text ergaben
Bevor ich bei Lexosophie gelandet bin, habe ich einiges ausprobiert, das nicht funktioniert hat. Ich habe die Startseiten von drei Kolleginnen studiert und versucht, meinen Text in einem ähnlichen Ton zu schreiben — am Ende klang es nach niemandem, am wenigsten nach mir.
Ein kostenloses Marketing-Webinar brachte mir viele Folien über Zielgruppen, aber keinen einzigen Satz für meine eigene Seite. Am meisten Zeit hat mich das Clustering-Buch von Gabriele Rico gekostet, das ich mir in der Stadtbibliothek ausgeliehen habe. Drei Seiten voller Gedankenwolken, Pfeile in alle Richtungen, Wörter, die sich verzweigten — und danach saß ich immer noch vor einem leeren Dokument, ohne einen einzigen Website-Text daraus gemacht zu haben.
Lexosophie Test: Wie strukturiert der Kurs das Schreiben von Website-Texten?
Skeptisch war ich trotzdem, als ich mich schließlich bei Lexosophie angemeldet habe — noch ein Kurs, dachte ich, noch mehr Theorie. Was ich stattdessen bekam, war kein „kreatives Schreiben" wie im Deutschunterricht, sondern eine Struktur, die sich nicht nach Verkaufen anfühlt. Neun Monate Zugang klingen erstmal nach viel, aber neben Coaching-Terminen und Kind ist das eher knapp bemessen als Luxus. Ein Kurs, der nicht extra für Website-Texte gemacht ist, wirkt außerdem erstmal wie ein Umweg, und weil das Angebot noch relativ neu ist, findest du kaum unabhängige Erfahrungsberichte außer diesem hier.
Statt „Ich biete Yoga an" schreibe ich seitdem darüber, wie sich der erste tiefe Atemzug nach einem verspannten Bürotag anfühlt. Für alle, die gerade erst anfangen, ist die Über mich Seite Anleitung ein guter Startpunkt, auch wenn der Kurs selbst noch tiefer in die Frage geht, warum Menschen überhaupt buchen. Für die Startseite hat mir das genauso geholfen: Ich wusste plötzlich, was oben stehen muss, damit niemand sofort wieder wegklickt — dieselbe Frage stellt sich übrigens für jede Angebotsseite genauso, nur eine Ebene konkreter.
WORTLIGA prüft schonungslos, wie verständlich ein Text wirklich ist
Meine Sätze blieben trotzdem viel zu lang — ich neige dazu, alles zu erklären, zu verschachteln, jeden Gedanken doppelt abzusichern. Die WORTLIGA Textanalyse kam dazu, und das Tool gibt es schon zwölf Jahre, kein neues Experiment also. Es markiert schonungslos direkt, wo ein Satz zu kompliziert, zu passiv oder einfach zu geschwollen klingt. Verständlichkeit wird da direkt sichtbar, auch ohne dass ich dir hier erkläre, wie das Tool im Detail rechnet.

Vergleichbar ist das mit einer verzwickten Asana, die ich einer neuen Schülerin erkläre und mich dabei selbst in zu vielen Nebensätzen verheddere — jemand muss von außen sagen: hier kürzen, dort das Passiv raus. Für den Website Texte Workflow, den ich mir zwischen Coaching-Terminen und Kind zurechtgelegt habe, war das Gold wert, weil ich nicht endlos an einem einzigen Satz feilen musste. Wobei WORTLIGA dir eben nur sagt, was falsch ist — wie du es besser formulierst, musst du danach selbst herausfinden.
Reicht eine Textanalyse allein, oder braucht es auch Strategie?
Nein, zumindest bei mir nicht. WORTLIGA zeigt gnadenlos ehrlich, wo ein Satz zu kompliziert ist, aber es sagt dir nicht, warum ein Text überhaupt existieren soll oder wen er ansprechen muss. Diese Zielgruppen-Frage — wen spreche ich eigentlich an — musste ich mir vorher selbst beantworten, sonst poliere ich nur einen Text, der ohnehin am falschen Menschen vorbeigeht.
Genauso wenig ersetzt ein Tool die Entscheidung, was auf eine Angebotsseite gehört oder wie ein Call-to-Action am Ende klingen soll, ohne aufdringlich zu wirken. Am längsten feile ich bis heute an der Überschrift einer Seite, weil sie entscheidet, ob überhaupt weitergelesen wird.
Suchmaschinenoptimierung stand bei mir ganz hinten auf der Liste — mir ging es erst einmal darum, dass ein Mensch den Text versteht, nicht eine Suchmaschine.
Diese Kombination hat sich für mein Solopreneur-Business ausgezahlt
Eine neue Kundin hat mir mal geschrieben, sie habe sich schon vor unserem ersten Gespräch vertraut mit mir gefühlt, einfach weil sie vorher meine Website gelesen hatte. Genau für solche Momente schreibe ich seitdem jede Seite neu, wenn sie sich falsch anfühlt.

Sauerteigbrot backt eine Freundin von mir jedes Wochenende nach ihrem eigenen Rezept, und wenn wir uns samstags am Viktualienmarkt treffen, erzählt sie mir, wie sie die Fermentationszeit jedes Mal wieder ein bisschen anders austariert. Genauso fühlt sich für mich das Schreiben von Website-Texten an: kein fertiges Rezept, sondern ständiges Nachjustieren, bis der Ton stimmt.
Am meisten hat sich dabei verändert, wie ich über Vorteile statt bloße Merkmale schreibe — also nicht „eine Yogastunde", sondern was diese Stunde für den Nachmittag danach bedeutet. Kundenstimmen fehlen auf meiner Seite noch komplett, das steht ganz oben auf meiner nächsten Liste, und die PAS-Methode aus dem Kurs — Problem, Verschärfung, Lösung — nutze ich inzwischen fast automatisch, sobald ich eine neue Seite aufsetze. Storytelling war für mich früher ein Fremdwort, heute ist es einfach die Geschichte, wie sich eine Klientin vor und nach einer Stunde fühlt. Für Lexosophie und die WORTLIGA Textanalyse zusammen habe ich knapp zweihundertfünfzig Euro ausgegeben — deutlich weniger als die 1500 €, die ein Texter gekostet hätte, und das Werkzeug kann ich jetzt für jede neue Seite wiederverwenden.
Falls du gerade selbst vor einem leeren Editor sitzt und dich fragst, ob sich Lexosophie für dich lohnt: Es ersetzt keine eigene Entscheidung, wen du ansprichst oder was auf deiner Startseite stehen soll, aber es nimmt dir die Frage ab, wo du überhaupt anfangen sollst. Und falls deine Sätze am Ende zu lang geraten — was bei mir andauernd passiert —, weißt du jetzt schon, welches Tool danach kommt.